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Fonds de solidarité- bis zu 1500 € Hilfe vom Staat: Wer, wie, wann?

Der französische Staat hat einen Hilfsfond für kleine Unternehmen (Fonds de Solidarité) eingerichtet. Beantragen können ihn alle Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern, auch Microentrepreneure, landwirtschaftliche Betriebe oder Künstler, die als Artiste-Auteur angemeldet sind.

 

Ausgeschlossen sind zur Zeit Vermieter von Ferienhäusern oder Gîtes, die kein Gewerbe angemeldet haben, sondern sich für den Status des Loueurs meublé non professionnel entschieden haben. 

 

Umsatzausfälle im März, April, Mai  und Juni 2020 bis zu maximal 1500 € werden ausgeglichen. Für das Gast- und Veranstaltungsgewerbe gibt es den Fonds sogar noch bis Ende 2020.

 

Update Juli 2020: Der Fonds de solidarité wird für alle Unternehmen verlängert bis einschliesslich Juni 2020. Die Website des französischen Finanzamtes ist aber bisher noch nicht aktualisiert, Anträge kann man deshalb erst ab dem 20. Juli 2020 einreichen.

 

Außerdem können alle Unternehmen, die bisher noch keine Anträge für März bis Mai 2020 gestellt haben, dies noch bis Ende Juli 2020 nachholen.

 

Ab Juli bis Dezember 2020 soll der Fonds de solidarité dann nur noch Unternehmen in besonders betroffenen Bereichen zur Verfügung stehen. Eine Liste dieser Branchen findet man hier.

 

Die ab dem 17/10/2020 geltenden Regelungen für Betriebe in den von der Ausgangssperre betroffenen Gebieten stelle ich vor, sobald sie bekannt sind!

 

Wer kann den Fonds de Solidarité in Anspruch nehmen?

Keinen Anspruch hat:

  • wer entweder einen Vollzeitarbeitsvertrag oder eine Altersrente hatte oder Krankentagegeld (z. B. wegen Arbeitsausfall, Krankheit, Mutterschutz etc) von mehr als 1500 € bezogen hat
  • wer seine Firma nach dem 1. März 2020 gegründet hat.

Anspruch hat: 

  • Unternehmen mit weniger als 1 Million Euro Umsatz, dazu gehören selbstverständlich auch Microentrepreneure,
  • und mit weniger als 10 Mitarbeitern,
  • und einem zu versteuernden Einkommen von weniger als 60.000 €,

 

  • die wegen des Corona-Dekrets nicht mehr arbeiten dürfen (Friseure, Restaurants, Hotels, aber auch Einzelhandel und Serviceangebote)
  • oder der Umsatz im März 2020 im Vergleich zu März 2019 um mehr als 50 % gefallen ist.
  • für April, Mai und Juni 2020 wurde die Berechnungsgrundlage geändert. Unternehmen haben die Wahl zwischen: einem Vergleich der Umsätze mit dem Vergleichsmonat des Vorjahres oder einem Vergleich der Umsätze mit dem durchschnittlichen Umsatz der letzten 12 Monate.

Wem diese Regeln zu kompliziert sind, findet hier einen Simulator.

 

 

Wie hoch ist die finanzielle Unterstützung?

Die finanzielle Hilfe beschränkt sich auf höchstens 1500 € pro Microentreprise.

 

Wie wird sie beantragt?

Zuständig für die Genehmigung ist die Finanzbehörde. Für den Antrag benötigt man einen Kundenaccount Espace particulier auf der Internetseite des Finanzamts.

 

Auf www.impots.gouv.fr gibt es eine Anleitung, wie die Hilfe beantragt werden kann. 

 

Zusätzliche Unterstützung von 2000 bis 5000 €

Eine weitere finanzielle Unterstützung von bis zu 5000 € können Firmen beantragen, die mindestens einen Mitarbeiter haben und in größeren finanziellen Schwierigkeiten sind. Unternehmen ohne Mitarbeiter können den Fonds ebenfalls beantragen, wenn ihr Unternehmen per Dekret geschlossen wurde.

 

Voraussetzung ist, dass der Fonds de solidarité bereits beantragt und genehmigt wurde. 

 

Zuständig für diese Hilfe sind die jeweiligen Regionen. Für die Region Occitanie finden sich Einzelheiten hier.


Stand 17/07/2020

Weitere Informationen unter:

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