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Die 3 Phasen der französischen Impf-Strategie

Start der Impfungen bei Hausärzten, Apotheken oder freien Krankenschwestern (Update 25/02/2021)

Ab heute startet die Impfkampagne bei den französischen Hausärzten mit dem Impfstoff Astra Zeneca. 30.000 Ärzte haben Interesse angemeldet und werden mit dem Impfstoff beliefert, leider anfangs nur mit jeweils einer einzigen Ampulle mit 10 Impfdosen. Die Menge soll aber in den kommenden Wochen gesteigert werden.

 

Zunächst sollen <65jährige mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck etc. geimpft werden. Im Laufe des März werden dann auch 50 bis 65jährige ohne Vorerkrankungen geimpft, die Impfung kann dann auch in Apotheken, von freien Krankenschwestern oder Betriebsärzten durchgeführt werden.

 

Die Terminvergabe erfolgt zur Zeit nicht zentral, sondern direkt über den jeweiligen Hausarzt.

 

Die Impfungen in den Impfzentren mit dem empfindlicheren Biontec-Impfstoff laufen selbstverständlich weiter.

 

 

Start der Impfungen in den Impfzentren (Update 14/01/2021)

Nachdem in den vergangenen zwei Wochen hauptsächlich die Bewohner der Alten- und Pflegeheime und Pflegepersonal geimpft wurde, eröffnen im Lauf der Woche auch Impfzentren für die Allgemeinbevölkerung.

 

Zunächst steht die Impfung für die folgenden Gruppen zur Verfügung:

  • > 75 jährige
  • Pflege- und medizinisches Personal, Feuerwehrleute, Haushaltshilfen  > 50 Jahren oder mit Vorerkrankungen
  • Behinderte
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, nach Konsultation beim Hausarzt und Vorlage eines Attests.

Termine können online vereinbart werden:

Eine Telefonnummer 0800 009 110 steht ebenfalls ab dem 15/01/2021 zur Verfügung. Erreichbar ist sie täglich zwischen 6 h morgens und 22 h abends.

Zum Termin muss eine Carte Vitale oder eine Attestation de droits mitgebracht werden.


Start der Impfungen in Altenheimen (Update 27/12/2020)

Der französische Premierminister Jean Castex und der Gesundheitsminister Olivier Véran haben am 03/12/2020 erste Informationen zur französischen Impf-Strategie gegeben.

 

Frankreich hat 200 Millionen Impfdosen reserviert. Da einige Impfstoffe zwei Dosen benötigen, können damit 100 Millionen Menschen geimpft werden. Der erste Impfstoff ist inzwischen von der Europäischen Arzneimittel-Agentur geprüft worden. Auch die französische Haute Autorité de Santé (HAS) hat den Impfstoff zugelassen . Mit den Impfungen wird am 27/12/2020 begonnen.

 

Die Impfungen erfolgen in drei Phasen:

  • 1. Phase ab Dezember 2020: Bewohner von Altenheimen (EHPAD) und das Pflegepersonal, das zu Risikogruppen gehört - dies sind ca. 1 Million Menschen 
  • 2. Phase ab Februar 2021: schrittweise werden nun die über 75jährigen, dann die über 65 jährigen geimpft, außerdem medizinisches und Pflegepersonal, das älter als 50 Jahre ist
  • 3. Phase ab dem späten Frühjahr: die restliche Bevölkerung.

Zunächst werden nur Bewohner von Pflegeheimen vor Ort geimpft. Wo und wie Impfungen für die restliche Bevölkerung durchgeführt werden sollen, ist noch nicht bekannt. Hausärzte sollen aber auf jeden Fall mitwirken, u. U. durch eine Beratung der Patienten vor der Impfung.

 

Die Impfung ist freiwillig und gratis, sie kostet den französischen Staat etwa 1,5 Milliarden Euro. 

 

Um das Vertrauen in die Impfung zu stärken und größtmögliche Transparenz zu gewährleisten, wird der Prozess von einem extra ins Leben gerufenen Expertengremium begleitet: dem Conseil d'orientation de la stratégie vaccinale

 

 

Quelle: Démarches administratives, 04/12/2020

info coronavirus COVID 19 - Vaccins | Gouvernement.fr 27/12/2020

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