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2019 - Neues für Microentrepreneure

Niedrige Sozialabgaben für alle Gründer

Seit dem 1. Januar 2019 wird die Exonération de début d'activité  (früher ACCRE auf jeden ausgeweitet, der eine Firma gründet oder übernimmt.  Für das Jahr 2019 darf der Umsatz nicht über 30.393 € liegen, um die Ermäßigung in voller Höhe in Anspruch nehmen zu können.

 

Dann profitiert man von einer wirklich interessanten Entlastung bei den Sozialbeiträgen.

 

Ein Beispiel:

  • Dienstleister oder Freiberufler, Micro-Entrepreneur
  • Gründung nach dem 01.01.2019
  • Umsatz unterhalb von 75 % des Plafond annuel de la sécurité sociale (PASS)  (unterhalb von 30.393 €  für 2019)

-> im ersten Jahr werden nur 5,5 % des Umsatzes als Sozialbeitrag fällig,

-> im zweiten Jahr 11 %,

-> im dritten Jahr 16,5 %,

-> erst ab dem vierten Jahr zahlt man die vollen 22 % Sozialabgaben.

 

Weitere Informationen: z. B. HIER


Update 05.02.2019: Inzwischen wird die Aide à la création et à la reprise  d'entreprise, jetzt ACRE  genannt, automatisch bei der Anmeldung einer Microentreprise gewährt.

Eigenes Bankkonto entfällt

Bisher galt für Microentrepreneure eine Schonfrist von einem Jahr nach Firmengründung, erst danach musste ein firmeneigenes Bankkonto eröffnet werden. 

 

Seit dem 01.01.2019 ist dies umsatzabhängig: bleibt die Microentreprise unter 5000 € Umsatz, können alle Zahlungen über das private Konto des Firmeninhabers abgewickelt werden. Erst wenn der Umsatz zwei Jahre hintereinander die 5000 € übersteigt, wird ein eigenes Konto für die Firma Pflicht.

 

Ein Compte professionel  ist nicht vorgeschrieben, obwohl viele Banken dies behaupten. Ein simples Compte  de particuliers, ein Privatkonto, genügt und verursacht weniger Kontoführungsgebühren.


Freiwillig: Stage de préparation de l'installation

Jeder, der eine handwerkliche Tätigkeit - artisanal - ausübt, musste bisher vor der Firmengründung am Stage de préparation de l'installation teilnehmen. Dieser Vorbereitungskurs wird in Zukunft freiwillig. Die Regelung ist noch nicht in Kraft, sondern wird erst im Frühjahr 2019 umgesetzt. 

 


Einheitliche Krankenkasse

Das System der verschiedenen Krankenkassen wird nach und nach vereinheitlicht. Selbständige, die ihre Tätigkeit ab 2019 aufnehmen, gehören automatisch zum Régime général, zuständig ist dann die CPAM. 

Update 05.02.2018: Neugründer werden inzwischen tatsächlich von der CPAM betreut, bei der Anmeldung muss keine Mutuelle mehr gewählt werden.


Eine Webseite für alle

Spätestens bis 2021 soll es eine einheitliche Webseite für alle geben, die eine Firma gründen wollen. Damit werden die 1400 Centres des Formalités des Entreprise (CFE) überflüssig, die Firmengründern das Leben schwer machen. Heute wird man oft vom Chambre de Métiers zur Urssaf und von dort zum Chambre de Commerce et d'Industrie geschickt, bevor feststeht, wer denn nun eigentlich zuständig ist. Diese Irrwege lassen sich hoffentlich in Zukunft durch die geplante Zentralisierung vermeiden.

 

 

Dieser Artikel stellt nur eine kurze Zusammenfassung dar, für weitere Informationen unbedingt die entsprechenden offiziellen Stellen kontaktieren (z. B. Urssaf, AFE, CFE).